Festbankett - 150 Jahre FFW

Wie man ein Festbankett auch ohne langwierige Formalien abhalten kann, demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Waibstadt bei ihrem Festabend zum 150. Jubiläum in der Stadthalle. Locker und unterhaltsam feierten die Floriansjünger den Geburtstag. Auf die ansonsten obligatorischen Ehrungen hatte man diesmal ganz verzichtet.

Eingeleitet wurde der Abend in der Stadthalle von der Feuerwehrkapelle. Dass die Musiker auch singen können, bewiesen sie mit dem Lied „Wir Feuerwehr-Kameraden“. Als Moderator fungierte an diesem Abend humorvoll Siegbert Guschl.

„Seit 150 Jahren sind die Mitglieder der Feuerwehr bereit, sich für ihre Nachbarn einzusetzen“, betonte Bürgermeister Joachim Locher. Seit 150 Jahren leisten sie ehrenamtlichen Dienst, „denn was haben wir Menschen Höheres als unser Leben“, und sie leisen auch einen unverzichtbaren Dienst, denn die Freiwillige Feuerwehren seien aus dem Rettungs- und Sicherheitskonzept der Kommunen nicht wegzudenken. „Wir brauchen Ihren Mut, Ihr Wissen und Ihre Umsicht“, so Locher. Jugendarbeit werde in der Wehr großgeschrieben, man habe eine Jugendfeuerwehr und eine Kids-Feuerwehr, so dass man sich um den Nachwuchs keine Sorgen machen müsse.

„Die Feuerwehr, das Mädchen für alles“, so brachte Kommandant Torsten Hartmann die Vielfalt der Aufgaben einer Wehr auf einen Nenner. Gerade die Vielfalt der Aufgaben mache wohl auch den „Geist“ der Feuerwehr heute aus. Ein Hobby das bei manchen tatsächlich zum Beruf wurde, aber bei allen Feuerwehrleuten Berufung sei. Was zähle, sei das gemeinsame Ziel, anderen in Notlagen zur Seite zu stehen. Zur Nachwuchsarbeit sagte Hartmann, dass in Waibstadt in den letzten 15 Jahren 35 Jugendfeuerwehrler in die Einsatzmannschaft übernommen werden konnten, von denen heute noch 29 aktiv seien. Mehr könne im Festbuch nachgelesen werden, das man in einer Geschenkboxversion mit USB-Stick in Form eines Feuerwehrautos zum Preis von zehn Euro erwerben kann.

Für Heiterkeit sorgte die Gesprächsrunde mit Anekdoten aus früherer Zeit zwischen dem Moderator Guschl, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Kurt Lenz, selbst jahrelang Kommandant der Waibstadter Wehr und dem Kommandanten Torsten Hartmann.

SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Funk hob die Hilfsbereitschaft der Wehr hervor. Kreisbrandmeister Peter Michels stellte fest, dass die Feuerwehr Waibstadt sich von der reinen Brandbekämpfung zur Universalwehr entwickelt habe. „150 Jahre Feuerwehr bedeute auch 150 Jahre Dienst im selbstlosen Einsatz zum Wohl der Gemeinheit“, so der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Kurt Spiegel. Als ein immer größer werdendes Problem für die Einsatzbereitschaft bezeichnete er die bisweilen problematische Freistellung vom Arbeitgeber für Einsätze und Lehrgänge.

Unterkreisführer Helmut Vogel bezeichnete die Waibstadter Wehr als zuverlässiger Partner. Die Grüße und Glückwünsche der Daisbacher Abteilungswehr und der Bevölkerung übermittelte Abteilungskommandant Mirco Büchler, wobei er betonte, dass seit 1971 die Daisbacher Wehr ein Teil der Waibstadter Feuerwehrgeschichte geworden sei. Zum Jubiläum gratulierte im Namen der Interessengemeinschaft der Vereine die Vorsitzende Marita Bayer nicht nur mit Worten, sondern auch mit der Überreichung der Jubiläumsgabe der Vereine.

Viel Anerkennung erhielten die Verantwortlichen für den von Tobias Böhm und Steffen Andres in Eigenregie erstellten dreiteiligen Imagefilm über das Feuerwehrhaus mit seien Einrichtungen, Gerätschaften und Fahrzeugen. Besonders jedoch über die Darstellung eines Alarmierungsablaufs bis hin zu Ausrücken und Einsatz, sowie Bilder von Unfällen Einsätzen, Übungen und vielem anderen mehr.

Text: Adam Jäger

 
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